Eine neue Studie der Gruppe IVF-Life Alicante unter Leitung der Embryologin Nuria Soler hat ergeben, dass die Verwendung von Spender-Eizellen in In-vitro-Fertilisation (IVF)-Behandlungen mit einem höheren Anteil an chromosomal normalen Embryonen und einem stabileren genetischen Profil verbunden ist. Im Gegensatz dazu zeigte die Herkunft des Spermas, ob eigen oder Spender, keinen eindeutigen Einfluss auf das genetische Profil der Embryonen.
Die Arbeit, die auf dem ASEBIR-Kongress 2025 vorgestellt wird, basiert auf der Analyse von mehr als 1.500 Embryonen und beleuchtet einen zentralen Aspekt der Reproduktionsmedizin: den Einfluss der Herkunft der Gameten auf die Euploidie der Embryonen, d. h. auf die korrekte Chromosomenausstattung der Embryonen.
Entwicklung des Embryos
Die Forscher analysierten insgesamt 1.561 Embryonen im Blastozystenstadium, die in IVF-Zyklen mit präimplantationsgenetischem Test auf Aneuploidien (PGT-A) zwischen 2023 und 2024 gewonnen wurden. Die Embryonen wurden in Inkubatoren mit Time-Lapse-Technologie kultiviert, die eine kontinuierliche Überwachung ihrer Entwicklung ermöglicht.
Als Ergebnis erzeugten Spender-Eizellen eine Euploidie-Rate von 70%, verglichen mit 44,6% bei eigenen Eizellen. Dieser Unterschied blieb auch nach Anpassung der Daten an das mütterliche Alter bestehen. Darüber hinaus variierte die Art der chromosomalen Veränderungen je nach Herkunft der Eizelle. Bei eigenen Eizellen traten komplexere Aneuploidien wie multiple Trisomien und Monosomien auf, während bei Spender-Eizellen einfachere Veränderungen überwogen, z. B. isolierte Monosomien oder kleine segmentale Verluste/Gewinne.
„Die Herkunft der Eizelle hat einen erheblichen Einfluss sowohl auf die Euploidie-Rate als auch auf die Komplexität embryonaler Aneuploidien“, erklärt Embryologin Nuria Soler. „Dies unterstreicht, dass die Qualität der Eizelle ein entscheidender Faktor für die Lebensfähigkeit des Embryos ist.“
Diese Studie zeigt, dass die Eizellqualität die Hauptursache für chromosomale Instabilität ist und legt nahe, dass der Einsatz von Spender-Eizellen besonders für Frauen mit geringer ovarieller Reserve oder fortgeschrittenem mütterlichem Alter vorteilhaft sein könnte.