Frauen, die sich entscheiden, alleine ein oder mehrere Kinder zu bekommen, sind in unserer Gesellschaft immer häufiger anzutreffen. In den letzten Jahren hat die Zahl der Fruchtbarkeitsbehandlungen für Single-Frauen deutlich zugenommen und macht inzwischen bis zu 10 % aller Kinderwunschbehandlungen aus.
Für viele Frauen ist der Kinderwunsch eine bewusste und eigenständige Entscheidung, unabhängig von einer Partnerschaft. Dank der modernen assistierten Reproduktion ist es heute möglich, als alleinstehende Frau mithilfe einer Samenspende schwanger zu werden.
Welche Behandlung infrage kommt, hängt stets von der individuellen medizinischen Situation, dem Alter und der ovariellen Reserve ab.
Ja. In Spanien sind Kinderwunschbehandlungen für alleinstehende Frauen gesetzlich erlaubt. Die Behandlung erfolgt mit anonymer Samenspende und unterliegt einer strengen medizinischen und rechtlichen Regulierung gemäß der spanischen Gesetzgebung.
BEHANDLUNGEN
Vor der Entscheidung für eine Fruchtbarkeitsbehandlung ist es wichtig, den Fruchtbarkeitsstatus der Patientin genau zu analysieren. Nicht alle Verfahren und Behandlungen bieten für alle Frauen die gleichen Erfolgsaussichten.
Die In-vitro-Fertilisation (IVF) ermöglicht die Befruchtung von Ei- und Samenzellen im Labor. Durch Punktion der Eierstöcke werden die Eizellen der zukünftigen Mutter entnommen und mit den Spermien des Spenders befruchtet. Dieses Verfahren erfordert eine Stimulation der Eierstöcke, um eine ausreichende Anzahl von Eizellen zu erhalten, die für eine erfolgreiche Befruchtung notwendig sind.
Die Embryonen entwickeln sich im Labor bis zum Blastozystenstadium (5.-6. Tag der Entwicklung). Dank der neuen Zeitraffer-Technologie („Time-Lapse“) werden sie von unseren Embryologen ständig überwacht, ohne dass sie den Inkubator verlassen müssen. Auf diese Weise bleiben die In-Vitro-Bedingungen intakt.
Bei der künstlichen Befruchtung handelt es sich um ein einfaches und minimalinvasives Verfahren, bei dem eine zuvor im Labor aufbereitete Spermamenge zum Zeitpunkt des Eisprungs in die Gebärmutter der Frau eingebracht wird. Ziel ist es, Ei- und Samenzellen zusammenzubringen, um die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft zu erhöhen.
Anders als bei der In-vitro-Fertilisation findet die Befruchtung in den Eileitern statt.
Bei der IVF mit Doppelspende werden Ei- und Samenzellen (Gameten) von anonymen Spendern verwendet, die anderen Menschen bei der Erfüllung ihres Kinderwunsches helfen möchten.
Die Embryospende/Embryoadoption ist eine Fruchtbarkeitsbehandlung, bei der ein kryokonservierter Embryo in die Gebärmutter einer Empfängerin übertragen wird, um eine Schwangerschaft zu erreichen.
Die Embryoadoption besteht in der Adoption von Embryonen, die von anderen Menschen gespendet wurden, die sich ihren Kinderwunsch bereits erfüllen konnten. Dadurch ist diese Behandlung zu einer wirksamen Kinderwunschbehandlung für Patientinnen geworden, die ohne Stimulation ihrer Eierstöcke schwanger werden wollen.
Sie vereinbaren bei IVF-Life zuerst einen ersten Termin mit Ihrem Facharzt für Fruchtbarkeitsbehandlungen. In dem ersten Gespräch lernen Sie das gesamte Team kennen, das auf ein gemeinsames Ziel hinarbeitet: Ihren Kinderwunsch zu erfüllen.
Ein wichtiger Punkt ist die ovarielle Reserve. Dabei geht es um Anzahl und Qualität der Eizellen der Patientin. Die ovarielle Reserve nimmt mit dem Alter einer Frau ab. Nach Angaben von Fachleuten nehmen Anzahl und Qualität der Eizellen ab einem Alter von 35 Jahren deutlich ab.
Viele alleinstehende Frauen beginnen ihre Kinderwunschbehandlung in einem Alter, in dem die ovarielle Reserve bereits eingeschränkt sein kann, was die Wahl der geeigneten Behandlung beeinflusst.
Um die ovarielle Reserve der Frau zu beurteilen, führen wir beim ersten Termin eine vollständige Fruchtbarkeitsuntersuchung durch. Dabei werden verschiedene Parameter wie Alter, Anzahl der Antralfollikel und AMH-Spiegel (Anti-Müller-Hormon), ein Marker für die Eizellenreserve= berücksichtigt.
Sobald alle erforderlichen Ergebnisse vorliegen, entscheidet der Kinderwunscharzt, welche Behandlungsform den Bedürfnissen der Patientin am besten entspricht. Danach kommt der Schritt, der besonders viele Fragen aufwirft: die Auswahl eines geeigneten Spenders.
Frauen, die sich dazu entschließen, Solomutter zu werden, sind oft unabhängige und selbstbewusste Frauen, die nicht darauf warten möchten, den passenden Partner oder die passende Partnerin zu finden, um eine Familie zu gründen.
Das Profil einer Solomutter ist das einer gut ausgebildeten Frau, die im Berufsleben steht und finanziell unabhängig ist, so dass sie ihrem Kind ein abgesichertes Leben und eine gute Ausbildung bieten kann. Eine Frau, die bewusst beschlossen hat, erst Lebenserfahrung zu sammeln, bevor sie Kinder bekommt.
In der Regel handelt es sich um Frauen, die eine starke familiäre Unterstützung oder einen Unterstützerkreis für die Erziehung des Kindes haben.
Eine Frau, die Solomutter werden möchte, weiß, dass es sich um eine lebensverändernde Entscheidung handelt, und das die Mutterschaft für sie schwieriger sein wird als für ein Paar, denn sie ist allein für ihr Kind verantwortlich. Aber eine Frau, die sich entschlossen hat, Mutter zu werden, weiß, dass die Zahl der Menschen nichts mit der Liebe zu tun hat, die sie ihrem Kind allein oder mit Unterstützung durch ihr nahestehende Menschen geben kann.
LÖSEN SIE IHRE FRAGEN
Die Spende ist ein Akt der Solidarität und erfolgt altruistisch und anonym. Sie wird nach spanischem Recht durchgeführt, das die Anonymität der Spenderin und des Kindes garantiert, so dass der Spender deren Identität nie erfährt.
Um die Gesundheit des zukünftigen Kindes zu gewährleisten, werden jedoch umfassende Untersuchungen an den Samenspendern durchgeführt, wie z. B. erweiterte Spermiogramme und Bluttests, um sicherzustellen, dass die Personen für eine Spende geeignet sind.
Sobald ein Spender als geeignet betrachtet wird, erfolgt die Auswahl nach phänotypischen Kriterien, die zu denen der zukünftigen Mutter passen. Das heißt, es wird auf gemeinsame körperliche Merkmale geachtet, wie zum Beispiel: Größe, Körperbau, Hautfarbe, Haare, Augenfarbe usw.
Für diese Art der Behandlung gibt es keine konkreten Einschränkungen. Die Altersgrenze ist dieselbe wie bei Frauen, die die Behandlung mit einem Partner durchführen. Sie hängt in erster Linie von der ovariellen und allgemeinen Gesundheit der jeweiligen Person ab.