Laut einer spanischen Umfrage zur Gesundheit im Jahr 2023 sind in Spanien 16 % der Erwachsenen fettleibig. Bei Kindern liegt der Prozentsatz bei 10 %. Darüber hinaus haben 39 % der Erwachsenen Übergewicht. Wenn man den Prozentsatz für Fettleibigkeit und Übergewicht addiert, bedeutet das, dass mehr als die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung in Spanien Probleme mit Überwicht hat.
Das ist problematisch für die Gesundheit im Allgemeinen, aber auch für die reproduktive Gesundheit, da Übergewicht laut der Sociedad Española de Fertilidad (spanische Vereinigung für Fruchtbarkeit) sowohl bei Männern als auch bei Frauen die Fruchtbarkeit erheblich beeinflusst.
Es wird geschätzt, dass für jede Einheit, die der Body-Mass-Index (BMI) über den Idealbereich hinaus ansteigt, die Wahrscheinlichkeit einer spontanen Schwangerschaft jedes Jahr um 5 % abnimmt. Außerdem wirkt sich der Anstieg des BMI negativ auf die Fruchtbarkeit aus, weil er verschiedene reproduktive und metabolische Aspekte verschlimmert.
Frauen mit Adipositas haben zum Beispiel ein höheres Risiko, ein polyzystisches ovarialsyndrom (PCOS) zu entwickeln, das den Eisprung beeinträchtigt und somit zu Unfruchtbarkeit führen kann.
Fettleibigkeit kann auch zu Unregelmäßigkeiten im Menstruationszyklus und zu einem schlechteren Ansprechen auf Fruchtbarkeitsbehandlungen wie In-vitro-Fertilisation (IVF) führen. Des Weiteren ist Übergewicht auch mit einem erhöhten Risiko für Fehlgeburten verbunden.
Bei Männern ist Adipositas mit einer Abnahme der Spermienqualität und einer höheren Wahrscheinlichkeit einer Unfruchtbarkeit verbunden.
Ein unangemessenes Gewicht kann Hormonspiegel verändern, die Spermienproduktion beeinflussen oder sogar Erektionsstörungen verursachen, wodurch das Eintreten einer Schwangerschaft erschwert wird.
Eine ausgewogene Ernährung reich an gesunden Nahrungsmitteln verbessert im Allgemeinen die Fruchtbarkeit erheblich. Obst und Gemüse sind reich an Antioxidantien, Beeren wie Heidelbeeren oder Himbeeren sind besonders vorteilhaft.
Wichtig sind auch gesunde Fette wie in Avocados, Nüssen, Samen oder Olivenöl sowie hochwertige Proteine, die in magerem Fleisch, Fisch, Eiern oder Hülsenfrüchten enthalten sind. Letztere sind für die Hormonproduktion und das Wachstum von Ovarialfollikeln von wesentlicher Bedeutung.
Frauen werden vor allem Omega-3-Fettsäuren (in Fisch wie Lachs und Sardinen) empfohlen, da sie helfen, die Hormone zu regulieren und die Gesundheit der Eierstöcke zu verbessern. Außerdem Folsäure, die in Hülsenfrüchten, Spinat und Getreide enthalten und für die reproduktive Gesundheit sehr wichtig ist.
Bei Männern sind es Nüsse, Kürbiskerne und Meeresfrüchte, die reich an Zink und Selen sind, was die Spermienqualität verbessert. Die Vitamine C und E, die beispielsweise in Zitrusfrüchten, Paprika und Mandeln vorkommen, sind gute Quellen für antioxidative Vitamine zum Schutz von Spermien.
Es wird generell empfohlen, ein angemessenes Gewicht zu haben, bevor man schwanger wird. IVF-Life empfiehlt einen maximalen Body-Mass-Index (BMI) von 35, wenn man eine Behandlung der assistierten Reproduktion angehen möchte. Wenn Sie diesen Wert überschreiten, sollten Sie sich an unsere Spezialisten wenden.
Die Gesundheit des zukünftigen Kindes und die Gesundheit der Mutter sind das Wichtigste, was immer gewährleistet werden muss. Daher ist vor Beginn einer Behandlung eine ausgewogene und gesunde Ernährung sowie regelmäßige Bewegung ratsam.