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Männliche Unfruchtbarkeit: Kann ich trotzdem Vater werden?

Schwanger zu werden, ist manchmal schwieriger, als viele Männer und Frauen mit Kinderwunsch erwarten: Jüngsten Studien zufolge leidet 1 von 8 Paaren unter Fruchtbarkeitsproblemen.

Häufig wird angenommen, dass Unfruchtbarkeit hauptsächlich Frauen betrifft, doch die Realität sieht anders aus: Die männliche Fruchtbarkeit ist genauso relevant wie die weibliche, wenn es darum geht, schwanger zu werden. Tatsächlich sind die Ursachen einer ausbleibenden Schwangerschaft in 33 Prozent aller Fälle auf eine männliche Unfruchtbarkeit zurückzuführen. 

Welche Symptome deuten auf eine männliche Unfruchtbarkeit hin?

Wie Frauen stellen auch die meisten Männer ihre Unfruchtbarkeit erst dann fest, wenn sie versuchen, eine Familie zu gründen. Das liegt daran, dass die männliche Unfruchtbarkeit keine leicht erkennbaren Symptome verursacht. Es gibt jedoch einige Anzeichen, die darauf hindeuten können, dass etwas nicht stimmt: 

  • Erektionsprobleme und geringe Libido, 
  • abnorme Spermien, 
  • hormonelle Veränderungen, 
  • Harnwegsinfektionen
  • Krampfadern, Knoten und Schwellungen am Hoden

 

Symptome männliche Unfruchtbarkeit
Symptome männliche Unfruchtbarkeit

  Das IVF-Life-Team empfiehlt, einen Facharzt aufzusuchen, wenn sich trotz regelmäßigem Geschlechtsverkehr nach einem Jahr keine Schwangerschaft einstellt. 

Wie lässt sich männliche Unfruchtbarkeit diagnostizieren? 

Wenn eines dieser Symptome auftritt, sollte untersucht werden, ob eine männliche Unfruchtbarkeit vorliegt.  

Die Diagnostik zielt darauf ab, das Hindernis zu finden, die das Eintreten einer Schwangerschaft verhindert. Es geht darum, die Gründe der Unfruchtbarkeit so genau wie möglich zu bestimmen, damit eine angemessene und wirksame Behandlung durchgeführt werden kann. Mit folgenden diagnostischen Tests können die Parameter ermittelt werden, die für eine Befruchtung erforderlich sind. 

Diagnose der männlichen Unfruchtbarkeit
Diagnose der männlichen Unfruchtbarkeit

Anamneseerhebung 

Zunächst wird eine Anamnese erhoben. Dabei geht es um die medizinische Vorgeschichte, aber auch um Lebensgewohnheiten, die sich auf die Fruchtbarkeit des Mannes auswirken können. Dazu zählen beispielsweise Tabak-, Alkohol- und Drogenkonsum sowie die Einnahme bestimmter Medikamente.  

Körperliche Untersuchung

Zudem muss geprüft werden, ob die Ursache der Unfruchtbarkeit auf ein anatomisches Problem zurückzuführen ist, das die Hodenfunktion beeinträchtigt oder eine Ejakulation verhindert. Dafür kann eine Tast- oder eine Ultraschalluntersuchung der Hoden durchgeführt werden.  

Spermiogramm und erweiterte Spermienanalyse

Für die Beurteilung der männlichen Fruchtbarkeit ist eine Analyse des Spermas unerlässlich. Bei einer herkömmlichen Spermaanalyse (Spermiogramm) werden die Konzentration, die Beweglichkeit und die Morphologie der Spermien in einer Samenprobe bestimmt. Anhand dieser Parameter lässt sich die Qualität des Spermas beurteilen und feststellen, was nicht in Ordnung ist.

Semiogramm
seminogramm

Bestimmte Faktoren, die die Spermienqualität beeinflussen, werden bei der herkömmlichen Spermienanalyse jedoch nicht berücksichtigt. Die IVF-Life-Labore bieten ihren Patienten daher die erweiterte Spermaanalyse an. Dabei handelt es sich um eine detailliertere Untersuchung, die eine Reihe von Tests zur Bewertung der Spermienqualität auf mikroskopischer Ebene umfasst. 

Die Hormonanalyse 

Wenn die Ergebnisse der Spermienanalyse veränderte Parameter aufzeigen, wird in der Regel eine Hormonanalyse durchgeführt. Die Spermienproduktion wird nämlich durch Sexualhormone gesteuert. Daher kann ein unausgewogener Hormonhaushalt für eine schlechte Spermienqualität verantwortlich sein.  

Wie kann männliche Unfruchtbarkeit behandelt werden?

Assistierte Reproduktionsbehandlungen stellen nicht nur bei weiblicher, sondern auch bei männlicher Unfruchtbarkeit mögliche Lösungen dar.  

Neben den gängigsten Behandlungen der assistierten Reproduktion wie der künstlichen Befruchtung (AI) oder der In-vitro-Fertilisation (IVF oder ICSI) können die mit modernster Technologie ausgestatteten IVF-Life-Kliniken weitere wirksame Behandlungen anbieten. Diese Behandlungen basieren auf einer Spermienselektion, die dafür sorgt, dass nur die Spermien mit der höchsten Qualität und dem größten Potenzial verwendet werden. 

Physiologische ICSI (PICSI)  

Die PICSI-Technik (physiologische ICSI) leitet sich von der herkömmlichen ICSI-Technik ab. Es handelt sich jedoch um eine effizientere Technik, da sie mit einer Spermienauswahl vor der Mikroinjektion einhergeht. Dadurch wird die Qualität der gewonnenen Blastozysten verbessert. 

Für die Selektion nutzt das Verfahren die Wechselwirkung zwischen Spermien und Hyaluronsäure. Dieses natürlich vorkommende Molekül ist in den Zellen, die die Eizelle umgeben, in großer Menge vorhanden. Ziel ist, dass sich die reifen und somit geeigneten Spermien an die Hyaluronsäure binden, die der Embryologe in einer Laborschale platziert. 

“Diese Verbindung zwischen Spermien und Hyaluronsäure entsteht auch beim natürlichen Befruchtungsprozess zwischen Spermien und Eizelle. Folglich ist das ausgewählte Spermium im Wesentlichen dasselbe wie dasjenige, das bei der Befruchtung im natürlichen Fortpflanzungsprozess erfolgreich wär“,

erklärt Llanos Medrano, Embryologe bei IVF-Life Alicante. 

Magnetic Activated Cell Sorting (MACS)   

Bei MACS handelt es sich um eine Methode, die es ermöglicht, tote oder nicht lebensfähige Spermien zu eliminieren und die gesunden zu erhalten. Dies geschieht durch ein magnetisches Trennsäulensystem. 

Mikrofluidik

Diese Technik ermöglicht eine Selektion der Spermien auf der Grundlage ihrer Beweglichkeit. Sie besteht aus einem Kreislauf mit zwei Öffnungen oder Kammern, die durch einen sehr engen Kanal verbunden sind (mikrofluidisch). Im Rahmen des Verfahrens wird die Spermaprobe in die Eingangsöffnung gegeben; die Spermien schwimmen dann durch den Kanal. Diejenigen, die die Ausgangskammer erreichen, werden für die Mikroinjektion verwendet.  

Möchten Sie mehr erfahren?  

Wenn Sie einen Fruchtbarkeitstest durchführen lassen möchten oder unsicher sind, welche Behandlung sich am besten für Sie eignet, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Unser Expertenteam wird Ihre Fragen gerne beantworten und Sie mit allen wichtigen Informationen versorgen.