Die Studie analysierte 310 Kryotransfers
Eine von der Embryologin und nationalen Laborleiterin von IVF-Life, Frau Dr. Llanos Medrano, geleitete Studie bestätigt, dass der Einsatz des Zytokins beim Embryotransfer auch bei Eizellspende-Behandlungen die Erfolgsraten erhöht.
Der Einsatz von Kulturmedium mit GM-CSF (ein natürlich in der Gebärmutter vorkommendes Zytokin) bei Embryonen-Kryotransfers steigert die Erfolgsraten von Behandlungen mit Eizellspende. Dies ist eine der wichtigsten Schlussfolgerungen der von Frau Dr. Llanos Medrano geleiteten Studie, die auf dem kommenden ASEBIR-Kongress 2025 vom 12. bis 14. November in Barcelona vorgestellt wird.
Das vom weiblichen Fortpflanzungssystem produzierte Zytokin GM-CSF scheint eine Schlüsselrolle bei der Embryoneneinnistung und der Entwicklung der Schwangerschaft zu spielen. Obwohl dessen Wirkung bereits in Zyklen mit eigenen Eizellen beobachtet wurde, gab es bisher keine eindeutigen Belege für die Auswirkung auf Eizellspende-Behandlungen, insbesondere mit kryokonservierten Embryonen.
Die Studie analysierte 310 Kryotransfers, die zwischen August und Dezember 2024 durchgeführt wurden. Die Patientinnen wurden in Gruppen eingeteilt, je nachdem, ob sie vorherige Implantationsfehler, wiederholte Fehlgeburten hatten oder ob die Embryonen genetisch mittels PGT analysiert wurden. In allen Gruppen wurden die Ergebnisse des Standardkulturmediums mit denen des mit GM-CSF angereicherten Mediums verglichen.
Die Verwendung dieses Zytokins verbesserte die klinischen Schwangerschaftsraten bei Patientinnen mit Implantationsfehlern oder wiederholten Fehlgeburten signifikant – unabhängig davon, ob genetische Analysen durchgeführt wurden oder nicht. Auch bei Patientinnen ohne Vorerkrankungen wurden signifikante Verbesserungen der Implantationsrate und in einigen Fällen der klinischen und fortschreitenden Schwangerschaftsraten (Schwangerschaft bis zur 12. Woche) beobachtet.
„Die Daten deuten darauf hin, dass das mit GM-CSF angereicherte Medium für alle Kryotransfers im Rahmen von Eizellspende-Behandlungen empfohlen werden könnte, da es die Erfolgsaussichten für viele Patientinnen eindeutig erhöht“, erklärt Dr. Llanos Medrano. In diesem Zusammenhang betont sie, dass „diese Fortschritte von entscheidender Bedeutung sind, um die Fruchtbarkeitsbehandlungen weiter zu personalisieren, die Ergebnisse zu optimieren und Patientinnen, die sich einer assistierten Reproduktion unterziehen, insbesondere in komplexen Fällen, mehr Sicherheit zu bieten.“