Von polyzystischen Ovarien spricht man, wenn die Eierstöcke eine erhöhte Anzahl unreifer Follikel aufweisen, die im Ultraschall sichtbar sind. Dabei handelt es sich um eine relativ häufige Erscheinung, die nicht zwangsläufig das Vorhandensein von Zysten bedeutet, auch wenn der Name irreführend sein kann.
Das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) wurde in Metabolisches polyendokrines Ovarialsyndrom (PMOS) umbenannt. Diese Änderung geht auf einen internationalen medizinischen Konsens zurück und soll dafür sorgen, dass die Bezeichnung die tatsächliche Natur dieser Erkrankung besser widerspiegelt, die weit über die Eierstöcke und die Fruchtbarkeit hinausgeht.
Lange Zeit konnte der Begriff PCOS den Eindruck erwecken, dass es sich hauptsächlich um ein Problem im Zusammenhang mit „Zysten“ in den Eierstöcken handelt. Tatsächlich sind im Ultraschall in der Regel Follikel zu sehen, die ihre Entwicklung nicht vollständig abgeschlossen haben, und keine Ovarialzysten im eigentlichen Sinne. Darüber hinaus weisen nicht alle Frauen mit diesem Syndrom eine polyzystische Ovarialmorphologie auf.
Die neue Bezeichnung rückt die verschiedenen Systeme in den Mittelpunkt, die betroffen sein können. PMOS ist eine endokrine und metabolische Störung, die unter anderem mit folgenden Faktoren verbunden sein kann:
PMOS und die bisherige Bezeichnung PCOS beziehen sich somit auf dieselbe Erkrankung. Die Namensänderung bedeutet weder, dass eine neue Erkrankung entstanden ist, noch verändert sie die Diagnosekriterien oder die verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten. Ziel ist es, ein umfassenderes Verständnis des Syndroms zu fördern und daran zu erinnern, dass bei der Beurteilung der Gesundheit einer Patientin mehr als nur ihre Fortpflanzungsfunktion berücksichtigt werden sollte.
Polyzystische Ovarien sind eine Veränderung der üblichen Anzahl von Follikeln im Eierstock. Oft bleibt diese Veränderung unbemerkt, da sie asymptomatisch ist.
Bei manchen Frauen kann es zu unregelmäßigen Monatsblutungen und schmerzhaften Eisprüngen kommen. In den meisten Fällen kann eine Hormonbehandlung dafür sorgen, dass das weibliche Fortpflanzungssystem wieder reibungslos funktioniert.
Eines der Symptome dieses Krankheitsbildes sind polyzystische Ovarien. PCOS manifestiert sich aber auch durch andere Symptome, die durch ein hormonelles Ungleichgewicht verursacht werden. Tatsächlich ist das diagnostische Kriterium für PCOS das Vorhandensein von mindestens zwei dieser Symptome. Da es kein eindeutiges Muster in der Manifestation dieses Krankheitsbildes gibt, ist eine Diagnose oft schwierig.
Dieser medizinische Zustand ist durch einen erhöhten Gehalt an männlichen Hormonen gekennzeichnet und führt unter anderem zu Akne und übermäßiger Körperbehaarung. Beim polyzystischen Ovarialsyndrom kommt es zu einer übermäßigen Produktion dieser Hormone. Dies verursacht neben anderen Symptomen Zysten in den Eierstöcken.
Bei einer Anovulation wird die Eizelle während des Menstruationszyklus nicht aus dem Eierstock freigesetzt.
Veränderungen oder Unregelmäßigkeiten im üblichen Menstruationsverlauf.
Polyzystische Ovarien sind ein sehr häufiges gynäkologisches Krankheitsbild bei Frauen. Meistens handelt es sich um einen Zustand, der nicht unbedingt mit anderen gesundheitlichen Problemen einhergeht.
PCOS ist jedoch ein Problem im endokrinen System der Frau. Obwohl die Ursachen noch geklärt werden müssen, mehren sich die Hinweise auf einen genetischen Ursprung. Auch der Lebensstil und die Gewohnheiten einer Frau haben einen direkten Einfluss auf die Entwicklung dieses Syndroms. Da sie unterschiedliche Ursprünge haben, sind auch die Folgen dieser beiden Erkrankungen unterschiedlich.
Polyzystische Ovarien haben keinen direkten Einfluss auf die Fruchtbarkeit. Es kann jedoch zu Schwierigkeiten beim Eisprung kommen, die normalerweise einfach zu beheben sind. Nur in sehr seltenen Fällen führt es zur Produktion von minderwertigen Eizellen.
Im Falle von PCOS ist die Situation anders. Aufgrund der für dieses Syndrom charakteristischen hormonellen Veränderungen wird die Fruchtbarkeit der Frau direkt beeinflusst. Die übermäßige Produktion männlicher Hormone verhindert die richtige Entwicklung der Follikel. Dadurch schwindet die Freisetzung von Eizellen aus dem Eierstock.
Die Behandlung von PCOS kann je nach den Symptomen der betroffenen Frau variieren. Obwohl es keine universelle Heilmethode gibt, können Symptome durch bestimmte Faktoren kontrolliert und besser bewältigt werden.
Positive Veränderungen können beispielsweise durch einen entsprechenden Lebensstil vorgenommen werden:
Lösen sie ihre fragen
PCOS und polyzystische Ovarien sind nicht dasselbe. Es handelt sich um verschiedene Situationen mit demselben Symptom: polyzystische Eierstöcke.
Der Ursprung dieser Krankheitsbilder ist unterschiedlich. Außerdem wirken sie sich unterschiedlich auf den Körper aus, sodass die Symptome und Folgen der beiden Krankheiten unterschiedlich sind.