Von Dr. Llanos Medrano.
Paare aus der ganzen Welt kommen in unsere Fruchtbarkeitsklinik auf der Suche nach einer hochwertigen Lösung für ihre Fruchtbarkeitsprobleme. Bei Männern ist die Unfruchtbarkeit meist auf veränderte Eigenschaften der Samenflüssigkeit zurückzuführen, während bei Frauen das Alter das größte Unfruchtbarkeitsproblem darstellt.
Eine Frau wird mit zwei Millionen Eizellen geboren, aber mit Beginn der Pubertät sinkt diese Zahl auf 400.000. Im Alter von 35 Jahren nimmt die Qualität der Eizellen erheblich ab, und mit 41 Jahren ist ihre Fortpflanzungsfähigkeit sehr gering.
Die Eizellspende ist die Fruchtbarkeitsbehandlung, die die besten Ergebnisse erzielt, wenn eine Schwangerschaft mit den eigenen Eizellen der Patientin nicht erreicht werden kann, und ist in spanischen Zentren für assistierte Reproduktion sehr verbreitet.
Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern garantiert das spanische Gesetz über die assistierte Reproduktion die Anonymität der Spenderinnen, was eine sichere und qualitativ hochwertige Spende ermöglicht.
Die Eizellspende ist ein solidarischer, anonymer und freiwilliger Akt. Die Spenderinnen erhalten eine finanzielle Entschädigung für ihren Beitrag, ohne dabei zu vergessen, dass es dank dieser Heldinnen anderen Frauen möglich ist, ihren Traum von der Gründung einer Familie zu verwirklichen.

Eine der am häufigsten gestellten Fragen von Patientinnen ist die nach der Auswahl der Frau, die ihnen helfen wird, ein gesundes Kind zu zeugen. Das Verfahren der Spenderauswahl bei IVF-Life ist durch das Gesetz über die assistierte Reproduktion geregelt. Das Gesetz schreibt vor, dass Spender und Empfänger eine maximale Ähnlichkeit der Phänotypen aufweisen müssen, d. h. sie müssen sich körperlich sehr ähnlich sein.
Beim ersten Besuch wird ein Qualitätsfoto der zukünftigen Eltern angefordert, um die wichtigsten Merkmale zu analysieren und den perfekten Spender auswählen zu können. Der endgültige Phänotyp des Wunschkindes ist nicht genau vorhersehbar, da er von mehreren Genen und deren Wechselwirkung untereinander und mit der Umgebung, in diesem Fall der schwangeren Mutter, abhängt.
So kann es vorkommen, dass Eltern mit charakteristischen phänotypischen Merkmalen, z. B. heller Haut, bei ihrem Kind nicht genau das gleiche Merkmal (z. B. dunklere Haut) beobachten. Dieser Vorgang ist völlig normal und allgemein bekannt, da er bei jedem Paar beobachtet werden kann, das mit oder ohne Hilfe der Reproduktionsmedizin ein Kind bekommen hat.

Ein weiteres phänotypisches Auswahlkriterium besteht darin, dass die Eltern den Wunsch äußern, die Blutgruppe des Kindes zu teilen. Der Spender wird also nach diesem spezifischen Merkmal ausgewählt.
Andererseits legt das spanische Gesetz über die assistierte Reproduktion eine Reihe von Anforderungen fest, damit die Gesundheit des Babys gewährleistet ist und künftige Generationen nicht gefährdet werden. Zu den wichtigen Kriterien für die Eignung einer Spenderin gehört das Alter, da die Qualität der Eizellen in hohem Maße von diesem wichtigen Faktor abhängt.
In Spanien liegt das Mindestalter für eine Eizellspende bei 18 Jahren und das Höchstalter bei 35 Jahren. Bei IVF Spanien wählen wir jedoch Spenderinnen unter 30 Jahren aus. Das Durchschnittsalter unserer Spenderinnen liegt bei 25 Jahren, da diese Altersspanne den Erfolg der Schwangerschaft erhöht.
Um die Gesundheit der Spenderinnen zu gewährleisten, wird eine Untersuchung der wichtigsten Krankheiten durchgeführt, wie z. B.: HIV, Chlamydien, Hepatitis, Röteln, Toxoplasmose, Zytomegalievirus oder Syphilis, um nur einige zu nennen.
Es wird auch eine genetische und chromosomale Analyse durchgeführt, um mögliche Veränderungen auszuschließen.
Bei IVF-Life sind wir noch einen Schritt weiter gegangen und wenden bei allen Spendern den Recombine-Test an. Dabei handelt es sich um einen Gendiagnosetest vor der Empfängnis, mit dem wir Informationen über mehr als 200 monogen-rezessive Krankheiten erhalten und so sicherstellen, dass Krankheiten wie Mukoviszidose und Fragiles X ausgeschlossen werden.
Nachdem der allgemeine Gesundheitszustand der Spenderin sichergestellt ist, wird der Zustand ihrer reproduktiven Gesundheit überprüft. Zu diesem Zweck wird eine Fruchtbarkeitsuntersuchung durchgeführt, bei der das Anti-Mullerian-Hormon (AMH) analysiert wird.
Schließlich wird ein psychologischer Test durchgeführt. Ziel dieser Untersuchung ist es, die Gesundheit der Spenderin vor, während und nach der Behandlung sicherzustellen.
Die Spender sind zweifellos die Hauptakteure des gesamten Prozesses. Dank ihres Beitrags können sich viele Paare ihren Wunsch nach Familienzuwachs erfüllen, und wenn wir das wissen, dann deshalb, weil sie selbst diesen anonymen Heldinnen ihre große Dankbarkeit zum Ausdruck bringen.
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American Society for Reproductive Medicine (ASRM).
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