Die Embryonenselektion ist eine entscheidende Phase der Fruchtbarkeitsbehandlung. Der Behandlungserfolg hängt in hohem Maße von dieser Auswahl ab.
In den letzten zehn Jahren hat man bei den Techniken der assistierten Reproduktion große Fortschritte erzielt. Dadurch konnte jede Phase des Prozesses verbessert werden: von der Probenentnahme bis zum Embryotransfer und der anschließenden Implantation des Embryos, um zur Geburt eines gesunden Kindes zu führen.
Die Auswahl nach Morphologie und Kinetik wurde zudem durch die Entwicklung der Time-Lapse- bzw. Zeitraffer-Technologie erleichtert und verbessert. Diese Technologie verwenden wir auch im Labor unserer Klinik.
Mit der Zeitraffer-Technologie kann man die Entwicklung der Embryonen überwachen, ohne die Inkubationsbedingungen zu verändern. Dadurch kann in Verbindung mit der Beurteilung durch das Embryologenteam bestimmt werden, welche Embryonen sich am ehesten einnisten werden und zu einer Schwangerschaft führen.
Die Möglichkeit, Embryonen nach objektiven Kriterien für den Transfer auszuwählen, hat den Behandlungserfolg deutlich verbessert, da sowohl die Implantationsrate als auch die Geburtenrate gesunder Kinder gestiegen ist.
In unserem Labor verwenden wir die Zeitraffer-Inkubatoren „Geri“ und „EmbryoScope“.
Geri ist ein Inkubator mit einem Zeitraffersystem, das Embryonen vom Stadium der Eizelle bis zum Blastozystenstadium (Embryo am 5./6. Entwicklungstag) überwacht.
Das EmbryoScope-Time-Lapse-System enthält eine Kamera und ein Bilderfassungssystem, das die Beobachtung der Embryoentwicklung in Echtzeit ermöglicht.
Das Embryologenteam wählt den besten Embryo aus. Dazu überwacht es Tag für Tag die Entwicklung der Embryonen. Für den Transfer werden Embryonen ausgewählt, die sich am besten für die Einnistung eignen.
Für die Auswahl dieser Embryonen treffen die Embryologen Entscheidungen anhand der folgenden Kriterien:
Dank der technologischen Entwicklung haben sich die Instrumente, die den Embryologen für die Auswahl der richtigen Embryonen zur Verfügung stehen, erheblich verbessert. Dies führt zu einer besseren Implantationsrate und erhöht die Geburtenrate gesunder Kinder.
Bei IVF-Life nutzen wir die modernsten Techniken der genetischen Präimplantationsanalyse für die Embryoauswahl nach genetischen Kriterien.
Wir haben ein eigenes Programm zur genetischen Diagnose von Embryonen, um mögliche Veränderungen in den 23 Chromosomenpaaren, aus denen jede Embryozelle besteht, genau zu erkennen. Durch die Auswahl von Embryonen ohne chromosomale Veränderungen wird die Geburtenrate erhöht.
Durch die Embryonenselektion mittels PGT-A konnten wir die Implantationsrate erhöhen. Das Wichtigste dabei ist, dass eine niedrigere Rate von Fehlgeburten mit genetischer Ursache eine deutlich höhere Geburtenrate gesunder Kinder bedeutet.
Bei einer Embryobiopsie werden einige Zellen des sich entwickelnden Embryos (ungefähr am 5. Tag seines Wachstums) entnommen. Aus dem Inneren dieser Zellen wird genetisches Material gewonnen, um den Chromosomenzustand zu analysieren.
Am 5. Tag haben sich die Zellen des Embryos getrennt und bilden zwei differenzierte Zellmassen. Eine davon ist der Embryoblast (innere Zellmasse), der das zukünftige Kind hervorbringt. Die andere Zellmasse ist das Trophoektoderm, das zur Plazenta wird.
In unserer Klinik nehmen wir Biopsien des Trophoektoderms vor und halten somit das Risiko für den Embryo so gering wie möglich, da es sich hierbei um Zellen handelt, die schnell ersetzt werden können.
In den meisten europäischen Kliniken werden Zellen für weitere Analysen bereits am 3. Tag der Embryoentwicklung entnommen. Dies kann sich negativ auf die Lebensfähigkeit des Embryos auswirken, da die Zellanzahl noch sehr gering ist. Darüber hinaus sind die Zellen noch nicht differenziert, was zu weniger zuverlässigen Diagnosen führt.
Lösen sie ihre fragen
Bei IVF-Life steht uns die modernste Technologie zur Verfügung, die uns konstant hohe Schwangerschaftsraten beschert, da wir qualitativ hochwertige Embryonen übertragen.
Sowohl Ärzte als auch Embryologen raten dazu, Mehrfachtransfers zu vermeiden. Eine Doppelschwangerschaft kann verschiedene Komplikationen sowohl für die Mutter als auch das Kind mit sich bringen, dazu gehören Frühgeburten oder eine intrauterine Wachstumsretardierung.
Durch Methoden wie die Embryonenselektion und Strategien, die wir individuell auf unsere Patienten abstimmen, ist es uns gelungen, uns zu differenzieren und uns auf die komplexesten Fälle zu spezialisieren.