Blog

Abonnieren






Ja, ich habe die und erkläre mich damit einverstanden Nutzungsbedingungen*

dra llanos medrano laboratorio

Eine Studie von IVF-Life: Frische vs. vitrifizierte Eizellen

Wenn wir die Schwangerschaftsrate von Behandlungen mit gespendeten Eizellen, seien es frische oder gefrorene Eizellen, vergleichen, können wir sehen, dass sie sehr ähnlich ist.

Sobald die Eizellen durch Mikroinjektion mit den Spermien verbunden wurden, verläuft die Entwicklung ähnlich, unabhängig davon, ob es sich um frische oder gefrorene Eizellen handelt. Wir sprachen mit Dr. Llanos Medrano, leitender Embryologin an der internationalen Klinik für assistierte Reproduktion IVF-Life Alicante, um diese Fragen zu beantworten…

Die Welt der assistierten Reproduktion entwickelt sich stetig weiter. Jeden Tag werden neue Studien erstellt, die den Patienten helfen sollen, herauszufinden, was ihre Fruchtbarkeit beeinträchtigt und wie sie ihren Kinderwunsch erfüllen können.

In vielen Fällen bleibt den Paaren nur die Möglichkeit einer Behandlung mittels Spende. Die Notwendigkeit einer Eizell- oder Samenspende oder sogar einer Embryoadoption wirft Fragen zur Auswahl der Gameten auf und darüber, ob die Vitrifizierung die ursprüngliche Qualität der Keimzellen verschlechtert.

Anschließend erklärt unsere Expertin den Unterschied zwischen der Befruchtung frischer oder gefrorener Eizellen sowie den Ablauf der Kryokonservierungsmethode, eine laut Dr. Medrano, sichere und effektive Technik, die in unseren Laboren zur Routine geworden ist.

Worin besteht die Vitrifizierung von Eizellen genau? 

Bei der Kryokonservierung werden die Keimzellen oder Embryonen mit Hilfe von einem Medium eingefroren, das die Viskosität so weit erhöht, dass es fast fest wird, wodurch die Bildung von Eiskristallen, die für die Zellen sehr schädlich sind, vermieden wird. Die Vitrifikation von Eizellen oder Embryonen erfolgt bei einer Temperatur von -196º C, wodurch die Zeit und damit das Alter der Embryonen bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Einpflanzung erfolgt, angehalten werden kann.

Wir bei IVF-Life verwenden die Vitrifizierungstechnik regelmäßig bei den Eizellen von Patientinnen, die sich für ein Social Freezing entschieden haben, oder bei überzähligen Eizellen von Spenderinnen. Zunächst bereiten wir die Eizelle für die Vitrifikation (Denudationsprozess) vor und kryokonservieren sie dann in einem Medium mit speziellen Eigenschaften, die die Zellaktivität stoppen und sie bis zur späteren Verwendung konservieren.

 

“Mit der Denudation der Eizelle bereiten wir diese entweder für die Vitrifikation oder für die Befruchtung durch ICSI vor. Das Verfahren besteht aus der Anwendung eines Enzyms und eines mechanischen Prozesses, der die Zellen, die die Eizelle umgeben, beseitigt.”

Dr.Llanos Medrano, leitende Embryologin bei IVF-Life Alicante.

 

Beeinflusst die Anwendung dieser Technik die nächsten Schritte der Kinderwunschbehandlung? 

Obwohl die Eizelle erhalten bleibt, werden bei dieser Technik die Zellen, die die Eizelle umgeben (Granulosa), entfernt, so dass Eizelle und Spermien sich nicht mehr auf natürliche Weise erkennen können, was eine konventionelle In-vitro-Fertilisation (IVF) unmöglich macht.

Aus diesem Grund kann die Eizelle nach der Vitrifikation nur durch Mikroinjektion von Spermien oder ICSI befruchtet werden.

Frische Eizellen hingegen können auch mittels IVF befruchtet werden, wodurch die Natur entscheiden kann, welche Spermien die Eizelle befruchten sollen.

 

 

Frische und gefrorene Eizellen – was ist der Unterschied? 

Wie bereits erläutert, beeinträchtigt der Vitrifizierungsprozess die Qualität der Eizelle nicht maßgeblich. Wenn wir den Hauptunterschied zwischen einer frischen und einer gefrorenen Eizelle feststellen wollen, müssen wir uns auf die Lebensfähigkeit der Eizelle selbst konzentrieren. Mit anderen Worten: Frische oder gefrorene Eizellen unterscheiden sich in erster Linie durch den Auswahlprozess.

Entscheidet sich ein Paar für eine Kinderwunschbehandlung mit gespendeten Eizellen, kann es sich dabei um frische oder gefrorene Eizellen handeln. Entscheiden sie sich für frische Eizellen, wird die Spenderin einer Stimulation der Eierstöcke unterzogen, um eine ausreichende Anzahl von Eizellen für die Spende an das Empfängerpaar zu produzieren.

In vielen Fällen ist die Resonanz der Spenderin sehr groß, dass Eizellen übrig bleiben, welche anschließend gefroren werden. In unseren Laboren haben wir eine Überlebensrate von etwa 89 %, und dank der modernsten Technologie und dem Wissen unserer Mitarbeiter können wir sicherstellen, dass wir auch in Zukunft die besten Reproduktionsergebnisse erzielen.

Garantieren frische Eizellen höhere Schwangerschaftsraten? 

Das Verfahren der Vitrifikation und des spätere Auftauen von gefrorenen Eizellen und Embryonen hat sich in den letzten Jahren dank der Fortschritte in der Gefriertechnik grundlegend geändert.

Gemäß den von unserer Fertilitätsklinik im Jahr 2021 durchgeführten Studien und gesammelten Daten können wir klar sagen, dass frische Eizellen keine höheren Schwangerschaftsraten garantieren. Es hat sich gezeigt, dass die In-vitro-Fertilisationsraten, die Teilung der Embryonen und die Qualität der Embryonen durch das Einfrieren nicht beeinträchtigt werden und die Schwangerschafts- und Lebendgeburtenraten keine signifikanten Unterschiede aufweisen.

 

„Dank der Bemühungen des Labors konnten wir vergleichbare Einnistungsraten bzw. vergleichbare Schwangerschaftsraten bei der Übertragung von Embryonen aus frischen und gefrorenen Eizellen erzielen.“

Dr. Llanos Medrano

 

Gibt es einen Unterschied bei der Blastozystenbildung  einer aufgetauten und einer frischen Eizelle?

Tatsächlich sind die Ergebnisse sehr ähnlich, und der Transfer von Embryonen aus frischen oder gefrorenen Eizellen hat keinen Einfluss auf die Einnistungs- oder Schwangerschaftsrate. Allerdings gibt es einen Unterschied von 8 % zwischen den Embryonen, die es bis zur Blastozystenbildung schaffen. Warum ist das so?

Einer der möglichen Faktoren, die zu dieser Differenz führen, könnte die Tatsache sein, dass wir bei der Verwendung von frischen Eizellen künstliche Verfahren wie die Vitrifikation von Eizellen oder Embryonen und ihr anschließendes Auftauen vermeiden, denn jeglicher künstliche Eingriff in den Prozess verringert, wenn auch nur minimal, die Erfolgschancen der Kinderwunschbehandlung.

Andererseits, aber nicht weniger wichtig, achtet der Embryologe bei der Verwendung frischer Eizellen darauf, nur die besten Eizellen auszuwählen, während bei der Verwendung gefrorener Eizellen diese möglicherweise nicht die gleiche Qualität und Lebensfähigkeit aufweisen, da sie aus übrig gebliebenen Eizellen stammen, die nicht unmittelbar für eine Befruchtung mit frischen Eizellen ausgewählt wurden.

Wenn also eine Behandlung mit vitrifizierten Eizellen durchgeführt wird, müssen diese zunächst aufgetaut werden. Ein Prozess, bei dem wir einige Eizellen verlieren können. Um die Leistung des Zyklus nicht zu beeinträchtigen, ist deshalb die Anzahl der gefrorenen Eizellen, die den Patientinnen zur Verfügung gestellt werden, etwas höher als bei frischen Zyklen.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass das Labor bei der Arbeit mit vitrifizierten Eizellen sehr hohe Überlebensraten erzielt.

 

 

Frische Eizellen und gefrorenes Sperma 

Wir bei IVF-Life arbeiten mit frischen Eizellen, d. h. wir stimulieren die Spenderin erst dann, wenn sie einer Empfängerin zugewiesen wurde.

Wenn wir uns entscheiden müssen, welche Gamete wir gefroren verwenden sollen, bevorzugen wir in der Regel frische Eizellen und kryokonservierte Spermien. Die Überlebensrate einer gefrorenen Eizelle zwar sehr hoch, aber nicht 100 % ist. Aus diesem Grund ziehen wir es immer vor, mit frischen Eizellen zu beginnen.

Bei Sperma ist dies nicht der Fall, denn, wie unsere Expertin erklärt:

 

„Es stimmt, dass sich die Zahl der eingefrorenen Eizellen durch das Auftauen geringfügig verringern kann. Bei den Spermien ist das jedoch anders, denn es stehen Millionen zur Auswahl. Es ist auch eine Möglichkeit, den Komfort des Paares zu verbessern, da sie nicht in die Klinik zurückkehren müssen, um ihre Spermaprobe abzugeben, sondern der Tag ihrer Rückkehr wird bereits der Tag des Embryotransfers sein. Außerdem können diese Embryonen eingefroren werden, da sich die Überlebens- und Schwangerschaftsraten nicht von denen eines frischen Transfers unterscheiden“.

 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Verwendung von gefrorenen Spendereizellen für die assistierte Reproduktion ein sicheres Verfahren ist. Es ermöglicht vergleichbare Ergebnisse wie die eines frischen Transfers zu erzielten. Jedoch sollte diese Technik nur in den Fällen durchgeführt werden, in denen die Qualität und die Fähigkeit der Eizellen, lebensfähige Embryonen zu erzeugen und somit gesunde Kinder zu gebären, gewährleistet sind.

Sollten Sie Zweifel haben oder sich in einer besonderen Situation befinden, können Sie sich mit Hilfe dieses Formulars an uns wenden oder, wenn Sie es vorziehen, einen Online- oder persönlichen Termin vereinbaren. Denken Sie daran, dass wir jeden Monat individuelle Beratungstermine mit einem unserer IVF-Life-Spezialisten anbieten.

 

Das könnte Sie auch interessieren:

Wie viel darf ich über meine Eizellspenderin erfahren?