Der männliche Faktor bei Unfruchtbarkeit

Viele Paare haben ein Problem mit Unfruchtbarkeit, trotz fortpflanzungsfähigen Alter. Das bedeutet aber nicht, dass sie gar nicht in der Lage sind ein Kind zu bekommen. Was viele nicht wissen, ist das der männliche Faktor hierbei oft eine wichtige Rolle spielt.Bei vielen Paaren führt ein Jahr konstantes „Versuchen” nicht  zu einer natürlichen Schwangerschaft. Dieses Problem betrifft laut Fertilitätsexperten immer mehr Paare. Um es zu lösen, muss man Spezialisten aufsuchen. Deshalb gibt es jedes Jahr mehr Paare, die bei Kinderwunschzentren Rat suchen, Eltern werden zu können und um zu wissen ob der männliche Faktor ein Grund sein könnte.

Als erstes muss die Ursache für die Unfruchtbarkeit herausgefunden werden. Laut Experten sind etwa 40% der Fälle von Unfruchtbarkeit auf männliche Probleme zurückzuführen und weitere 40% auf weibliche Gründe, der restliche Anteil von 20% liegt an beiden Partnern oder an unbekannten Ursachen. Zur Erforschung der genauen Gründe, werden bei Frauen einige grundlegende Tests durchgeführt, die hauptsächlich aus einer basalen Hormonstudie, einer Ultraschalluntersuchung und einer Hysterosalpingographie bestehen. Wiederrum bei männlichen Patienten wird hauptsächlich die Qualität des Spermas mit Hilfe eines Spermiogrammes untersucht.

Bei der Hälfte dieser Fälle ist der Mann entweder die alleinige Ursache des Problems oder durch eine Kombination von Faktoren an der Unfruchtbarkeit der Beziehung beteiligt. Ein Mann kann völlig gesund sein, aber qualitativ schlechtes Sperma produzieren. Eine Spermaanalyse ist der wichtigste und endgültige männliche Unfruchtbarkeitstest. Die meisten herkömmlichen Spermaanalysen umfassen Zählung, Motilität und Morphologie von Spermien. Auch wenn diese Parameter wichtig sind, gibt es jedoch viele andere Faktoren, die die Spermienqualität beeinflussen könnten. Bei IVF-Spain bieten wir ein fortgeschrittenes Spermiogramm an, um die beste Diagnose und Behandlung für unsere Patienten zu ermöglichen.

Was ist der männliche Faktor? 

Der männliche Faktor der Unfruchtbarkeit eines Paares beträgt ungefähr 40%. Eine schlechte Qualität des Spermas betrifft praktisch die Hälfte der Paare mit Fruchtbarkeitsproblemen. Da in diesen Fällen die Chancen einer natürlichen Schwangerschaft deutlich niedriger sind, muss der männliche Faktor sorgfältig untersucht werden.

In diesem Artikel wollen wir uns näher mit dem sogenannten „männlichen Faktor“, seinen Ursachen, Diagnose und Behandlung auseinandersetzen.

Wir werden mit der Klärung der Unterschiede zwischen Unfruchtbarkeit und männlicher Sterilität beginnen. Ein Mann ist steril, wenn er zeugungsunfähig ist. Leidet ein Mann jedoch an Unfruchtbarkeit bedeutet dies, dass er Fertilitätsprobleme hat, was wiedrum verhindert das durche sein Sperma ein gesundes Baby gezeugt wird. 

Gründe für männliche Sterilität  

  • 40 bis 50% der Fälle – Idiopathische Sterilität Hier ist die spezifische Ursache der Sterilität unbekannt. Zu diesen Ursachen können Veränderungen in der Konzentration, Mobilität und Morphologie von Spermien im Sperma gehören. 
  • 30 bis 40% der Fälle – HodenkrankheitenHier liegt die Ursache in den Hoden selbst, das Sperma aus genetischen Gründen nicht richtig produzieren.
  • 10 bis 20% der FällePost-Hoden-Defekte  Der Grund der Unfruchtbarkeit tritt aufgrund einer Blockierung in den Spermagängen auf, durch die die Spermien zirkulieren müssen.
  • 1 bis 2% der Fälle – Hypothalamus oder Hypophysentumor  In diesem Fall liegt das Problem in der Produktion männlicher Hormone, die die männlichen Reproduktionsorgane regulieren.

Die Untersuchung der männlichen Unfruchtbarkeit eines Patienten ist äußerst kompliziert. Dazu sind vorallem alle Informationen zur Krankheitsvorgeschichte notwendig. Dazu zählen alle Merkmale der Familie und des Paares, die sexuellen Gewohnheiten des Paares, den Verzehr fruchtbarkeitsschädlicher Substanzen wie Alkohol, Drogen und Tabak, möglichen Einfluss gegenüber übermäßiger Hitze oder Bestrahlung, bis zu einer vollständigen körperlichen Untersuchung, um den Phänotyp, sekundäre Geschlechtsmerkmale, den Zustand des Penis, der Prostata, der Hoden etc. zu analysieren.

Behandlungsmöglichkeiten

  • Ratschläge zu Gewohnheiten und / oder Situationen, die die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen.
  • Hormonbehandlung bei Sterilität endokrinen Ursprungs.
  • Behandlung mit Antibiotika bei Infektionen.
  • Chirurgische Behandlung bei Varikozele, obstruktiver Azoospermie, Kryptozoospermie usw.

Oligospermie

Oligospermie bedeutet eine geringe Konzentration von Sperma im Spermaerguss eines Mannes im fortpflanzungsfähigen Alters. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine Konzentration von weniger als 15 Millionen Spermien pro Milliliter festgelegt, als Oligospermie festgelegt.Um dies zu diagnostizieren, muss ein Spermiogramm erstellt werden , das aus einer Spermaanalyse unter einem Mikroskop besteht, um sowohl die Quantität als auch die Qualität der Spermien zu untersuchen (zum Beispiel, Mobilitätsprobleme oder schlechte Morphologie).

Arten von Oligospermie:

Milde Oligospermie: 14-5 Millionen / ml

Moderate Oligospermie: 5-1 Millionen / ml

Schwere Oligospermie: < 1 Million / ml

Asthenospermie 

Asthenospermie oder Asthenozoospermie tritt auf, wenn eine abnormale Beweglichkeit der Spermien im Sperma vorliegt. Dazu wird ein Spermiogramm durchgeführt, in dem die Beweglichkeit der Spermatozoen anhand ihrer Progressivität, ihrer Fähigkeit, sich geradlinig zu bewegen, und der Geschwindigkeit überprüft wird.

Teratozoospermie

Wenn ein Mann in mehr als 96% seiner Spermien morphologische Veränderungen aufweist, spricht man von Teratozoospermie. Die Morphologie eines idealen Spermiums sollte sein: ovaler Kopf, regelmäßige Kontur, einzelner und gerader Schwanz, fester Kern und transparente Farbe. All dies kann in einem Spermiogramm beobachtet werden.

Konsequenzen für eine Schwangerschaft

  • Eine schlechte Spermienmorphologie erschwert es den Spermien, sich richtig zu bewegen und verhindert somit, dass sie die Eizelle der Frau erreichen.
  • Eine Spermazelle mit falsch geformten Kopf, wird große Schwierigkeiten haben, selbst wenn es die Eizelle erreicht, sie erfolgreich zu befruchten.
  • Im Fall von einem abnormalen Spermas ist es sehr wichtig zu wissen, dass wiederholte Aborte aufgrund der genetischen Veränderungen, die mit dieser Art von Pathologie verbunden sind, sehr häufig auftreten.

Das Problem sowohl bei Oligospermie als auch bei Asthenospermie und Teratozoospermie besteht in deren korrekten Diagnose, da es sich um asymptomatische Pathologien handelt, sodass keine offensichtlichen Symptome oder Schmerzen auftreten.

Männer die darunter leiden, merken erst das sie an dieser Erkrankung leiden, wenn ein Paar schwanger werden möchte und verschiedene Fertilitätstests durchgeführt werden.

Der männliche Faktor bei Unfruchtbarkeit hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Die Ergebnisse des Spermiogramms allein reichen aber nicht aus und müssen wie alle medizinischen Daten zusammen mit anderen Tests und einer personalisierten klinischen Beurteilung beurteilt werden. Diese bestimmten Spermaparameter innerhalb des Konfidenzintervalls garantieren allerdings auch keine Fruchtbarkeit und die Geburt eines gesunden Babys.

Wenn ein Paar nicht weiss woran ihr Kinderwunsch scheitert, ist es ratsam eine Klinik für Reproduktionsmedizin auszusuchen, die die benötigten Tests und Untersuchen durchführen kann, um dem Paar zu helfen ihren Kinderwunsch zu erfüllen.

Falls Sie noch weitere Fragen zum Thema Unfruchtbarkeit bei Männern haben sollten, können Sie sich jeder Zeit an das Expertenteam von IVF-Spain wenden. Vereinbaren Sie jetzt Ihr online Beratungsgespräch mit unseren deutschsprachigen Experten und bekommen Sie eine ärtzliche Meinung zu Ihrem Fall.