PGS: Was ist ein präimplantationsgenetisches Screening?

präimplantationsgenetisches Screening

Nach der Entscheidung eine In-Vitro-Befruchtung durchzuführen, empfehlen viele Spezialisten ein präimplantationsgenetisches Screening (PGS) durchzuführen, das die Auswahl des Embryos mit den größten Chancen auf eine Schwangerschaft ermöglicht.

Das PGS wird im Allgemeinen mit Embryonen vor der Implantation durchgeführt, aber es kann auch mit Oozyten vor der Befruchtung durchgeführt werden. Durch diese Technik wird die Anzahl der Chromosomen eines Embryos bestimmt. Nur die Embryonen mit der richtigen Anzahl an Chromosomen können sich in der Gebärmutter einnisten und sich erfolgreich in ein gesundes Baby entwickeln.

Um dieses Screening durchzuführen, extrahiert ein Spezialist einige Zellen aus einem 5-Tage-alten Embryo, – der zu diesem Zeitpunkt aus Hunderten von Zellen besteht – entnimmt ihre DNA und stellt die Anzahl der Chromosomen in jeder Zelle fest. Nur diejenigen Embryos mit der richtigen Anzahl an Chromosomen werden in die Gebärmutter transferiert, was die Chancen auf eine erfolgreiche Schwangerschaft erhöht. Mehrere neue Studien zeigen, dass durch die Auswahl von gesunden Embryonen für die Implantation, mehr Frauen schwanger werden und weniger Fehlgeburten erleben.

Die erste Studie wurde 1990 in England durchgeführt. Die genetische Analyse von Embryonen wurde ursprünglich für spezielle Fälle von Familien verwendet, die eine Erbkrankheit in sich tragen. Das genetische Screening von Embryos wird derzeit auch zur Verbesserung der In-Vitro-Befruchtung verwendet. Heute sind weltweit mehr als 10.000 Kinder nach PGS geboren.