Die Ropa-Methode: lesbische Paare auf der Suche nach dem Glück – Teil 2

Die Ropa-Methode: lesbische Paare auf der Suche nach dem Glück – Teil 2

In Teil 1 des Artikels “Die Ropa-Methode: lesbische Paare auf der Suche nach dem Glück” ging es um den Empfang einer Eizellspende von der eigenen lesbischen Partnerin. Auch bekannt als die ROPA-Methode, ist es eine Fortpflanzungsmöglichkeit für lesbische Paare, die sich entscheiden, eine Familie gründen zu wollen. Aber was genau ist das?

Erfahren Sie jetzt mehr über die verschiedenen Schritte und den Ablauf der Behandlung von Anfang an.

Die Phasen der ROPA-Behandlung:

Stimulation des Eisprungs:

Wenn sich das Paar entschieden hat, wer der beiden die Eizellen spendet, erhält diese Frau eine medikamentöse Hormonbehandlung, um eine homogene Anregung der Ovarien auszulösen, mit dem Ziel mehr als eine reife Eizelle zu produzieren. Das Medikament wird in der Regel von den Patientinnen selbst subkutan durch Injektionen im Bauchbereich verabreicht. Im Laufe dieser Behandlung, etwa 7 bis 12 Tage, sollten sie ihren Arzt für regelmäßige Ultraschalluntersuchungen aufsuchen, um so das Wachstum der Follikelanzahl zu beobachten und den besten Zeitpunkt für die Eizellentnahme zu bestimmen.

Eizellentnahme:

Um die reifen Eizellen aus dem Eierstock zu entnehmen, wird die Scheidewand mit einer dünnen Hohlnadel punktiert und die follikuläre Flüssigkeit mit der darin enthaltenen Eizelle entnommen. Dies wird auch Follikelpunktion genannt und ist ein sehr einfacher Eingriff. Er wird unter leichter Narkose innerhalb von ca. 30 Minuten durchgeführt und erfordert üblicherweise keinen längeren Klinikaufenthalt, sodass die Frauen noch am selben Tag nach Hause zurückkehren können.

Befruchtung der Eizellen: 

Sobald eine ausreichende Anzahl von Eizellen entnommen wurde, werden sie analysiert, um zu prüfen, welche die beste Reifungsstufe erreicht haben. Dann werden sie mit Spermien von einem anonymen Spender befruchtet, der sowohl physisch als auch immunologisch mit der Frau kompatibel sein muss. Die spanische Gesetzgebung regelt die Spenderauswahl und legt die notwendigen Tests vor einer Befruchtung fest. Bei IVF Spain führen wir zusätzliche Tests durch, um den bestmöglichen und passendsten Spendersamen garantieren zu können. Dann kann die künstliche Befruchtung traditionell oder mithilfe der ICSI-Methode (intrazytoplasmatische Spermieninjektion) erfolgen.

Embryonale Zellkultur:

Nach der Befruchtung der Eizellen mit den Spermatozoiden werden die befruchteten Eizellen ausgewählt, die die größte Wahrscheinlichkeit auf eine Einnistung in der Gebärmutter haben. Diese werden für 3-6 Tage im Inkubator aufbewahrt.

Endometriale Vorbereitung der Empfängerfrau:

Nun beginnt die Rolle der anderen Frau, die die Schwangerschaft letztendlich austrägt. Zu Beginn wird sie sich einer hormonellen Behandlung unterziehen, die sich von der der Partnerin unterscheidet, da das Ziel nicht ist, mehrere Eizellen heranreifen zulassen, sondern das Wachstum des Endometriums zu fördern, sodass es die optimale Dicke für eine Embryoimplantation erreicht. Diese liegt zwischen ca. 7 und 10 Millimetern. Dafür werden ihr Östrogene und Progesteron verschrieben, die auf verschiedene Weise (oral, vaginal, etc.) eingenommen werden können.

Embryotransfer:

Wenn der Uterus der Frau, die die Schwangerschaft austragen wird, die empfängnisbereite Zyklusphase erreicht hat, wird der bestentwickeltste Embryo in die Gebärmutter transferiert. Es ist ein schmerzloses und schnelles Verfahren, das keine Anästhesie erfordert. Die einzige Empfehlung ist, die Behandlung mit einer vollen Blase vorzunehmen, um die Visualisierung des Uterus zu erleichtern. Bei IVF Spain richten wir alle unsere Bemühungen danach aus, einen einzelnen Embryo höchster Qualität zu transferieren und so die Möglichkeit einer Mehrlingschwangerschaft zu vermeiden, die zu Komplikationen sowohl für die Mutter als auch für das Baby führen kann.

Vitrifizierung von nicht verwendeten Embryonen: 

Der spanische Rechtsrahmen erlaubt die Übertragung von maximal 3 Embryonen. Lebensfähige und qualitativ hochwertige Embryonen, die nicht übertragen wurden, werden durch Vitrifizierung für den Einsatz bei zukünftigen Behandlungen kryokonserviert, zum Beispiel im Falle eines erfolglosen ersten Versuches oder der Absicht in Zukunft noch ein Geschwisterchen zeugen zu wollen.

Schwangerschaftstest:

Nach dem Embryotransfer wartet man ca. 2 Wochen, um die entsprechenden Analysen durchzuführen, die bestätigen, ob die Behandlung erfolgreich war und eine Schwangerschaft eingetreten ist.
Wie wir sehen, erlaubt diese Methode beiden Frauen an der Schwangerschaft teilhaben zu können. Eine Frau, gibt ihre Gene an das spätere Kind weiter und die andere darf das zukünftige Baby im Bauch wachsen spüren. Damit ist es definitiv das Kind von beiden Frauen.
Aber es gibt noch eine weitere wichtige Grundfrage zum Thema ROPA. Im dritten Teil dieser Reihe “Die Ropa-Methode: lesbische Paare auf der Suche nach dem Glück” erklären wir den Einfluss der schwangeren Frau auf die Gentik des  Embryos, die eigenlich von der Eizelle ihrer Partnerin stammt.
 Fortsetzung folgt…